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Gendern in Übersetzungen

Geschlechtergerechter Sprachgebrauch:
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Der geschlechtergerechte Sprachgebrauch

Worum es geht und was er für Übersetzungen bedeutet.

In Deutschland ist der geschlechtergerechte Sprachgebrauch nach wie vor umstritten. Die einen sehen im Gendern einen geeigneten Weg, um in ihrer Kommunikation alle Menschen ausdrücklich miteinzubeziehen und anzusprechen. Die anderen bezweifeln, dass eine Veränderung der Schriftsprache ein effektiver Weg ist, um geschlechtliche Stereotype und Ungleichheiten zu überwinden. Wieder andere lehnen das Gendern eher aus ästhetischen Gründen ab, denn es kann komplexere Sätze nach sich ziehen oder das Schriftbild stören.

Bisher gibt es keinen gesellschaftlichen Konsens, weder was die Notwendigkeit des Genderns angeht, noch wie genau dieses umzusetzen wäre. Von der konsistenten Nennung beider Geschlechter über das Asterisk oder die Klammern bis hin zum Schräg- oder Unterstrich sind verschiedene Variationen im Umlauf.

Trotzdem merken wir als Übersetzungsbüro, dass Institutionen, Organisationen und Unternehmen sich zunehmend um eine geschlechterneutralere und inklusivere Sprache bemühen.

Diese Kommunikation mehrsprachig zur Verfügung zu stellen, erfordert allerdings sprachliches und kulturelles Feingefühl. Die Grammatiken verschiedener Sprachen unterscheiden sich zum Teil gravierend darin, ob und wie stark sie Wortarten mit einem Geschlecht versehen und wieweit sich Inhalte überhaupt neutral ausdrücken lassen.

Selbst wenn das möglich ist, ist es nicht immer gewollt. Die Diskurse um das Gendern finden nicht überall statt oder sind anderer Natur. Da kommt die Kenntnis der lokalen Kultur, über die unsere muttersprachlichen Fachübersetzer und -übersetzerinnen verfügen, sehr gelegen.

Vom Sinn des Genderns

Hat es überhaupt einen messbaren Effekt?

Dieses Video widmet sich der Frage, ob das Gendern überhaupt einen nachweisbaren, positiven Effekt hat. Denn nur wenn so ein Effekt existiert, macht die Praxis auch Sinn. Kleiner Hinweis: Ja, ein positiver Effekt lässt sich unter bestimmten Bedingungen nachweisen.

Gendern in Übersetzungen: Ein Fallbeispiel

Probleme und Lösungsstrategien.

Viele Sprachen unterscheiden grammatikalisch zwischen den Geschlechtern. Sie tun dies aber in unterschiedlicher Weise. Im Deutschen wie im Französischen haben Substantitive meist ein Geschlecht, im Englischen hingegen nicht. Auch wenn sich das Geschlecht nicht direkt am Substantiv ablesen lässt, zum Beispiel an der Endung, wird es im Deutschen durch den Artikel festgelegt, im Englischen aber nicht.

Wie aber übersetzt man einen Satz wie etwa „Nurses who work rotating shifts experience higher levels of stress“? Schließlich sind mit „nurses“ sowohl Krankenpflegerinnen als auch Krankenpfleger gemeint. Das generische Maskulinum scheint keine gute Lösung, auch weil der Beruf zu über 80 Prozent von Frauen ausgeübt wird, zumindest in Deutschland.

Die Konjunktion „Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger“ vermeidet das Problem, nimmt aber deutlich mehr Raum ein. Geht es um nur einen Satz, wäre das vielleicht kein Problem. Bei einer längeren Textpassage wird der Redefluss jedoch schnell gestört. Außerdem könnte der Text derart lang werden, dass es Probleme mit dem Layout gibt, zum Beispiel wenn es sich um die Übersetzung eines Marketingtextes in einer Broschüre handelt.

Noch problematischer wird es bei Sätzen wie „20 percent of nurses are male.“ DeepL schlägt vor: „20 Prozent der Krankenpfleger sind männlich.“ Doch das klingt unsinnig. Sind es nicht 100 Prozent? Es wird eine Mehrdeutigkeit erzeugt, da wir zwischen generischen und regulärem Maskulinum hin- und herspringen. Besser wäre also „20 Prozent der Pflegekräfte sind männlich“.

Für viele Substantitive gibt es jedoch keine entsprechenden Oberbegriffe, die sich auf beide Geschlechter beziehen. Ein Beispiel, das uns täglich umtreibt: „Übersetzer und Übersetzerinnen“. Um umständliche Konjunktionen und Bedeutungsverschiebungen zu vermeiden, bieten sich alternative Lösungen wie etwa „Übersetzer*innen“ oder Übersetzer:innen“ an. Weitere Möglichkeiten, im Deutschen zu gendern, finden Sie hier.

Wie genau ein solches Gendern in Übersetzungen aussehen kann, variiert von Sprache zu Sprache. Im Französischen kann man den Binnenpunkt „·“ ähnlich benutzen wie unseren Doppelpunkt. Im Spanischen wurde vorgeschlagen, Vokale, die ein Geschlecht anzeigen, durch ein „@“ oder „x“ zu ersetzen. Viele Menschen empfinden das aber als störend.

Mögliche Nachteile
geschlechtergerechter Übersetzungen

Inklusive Kommunikation in über 40 Sprachen

Eine komplexe Welt erfordert individuelle Lösungen.

Die Beweggründe für oder gegen das Gendern variieren von Person zu Person ebenso wie von Institution zu Institution. In unserem Übersetzungsbüro zum Beispiel haben wir uns vorerst gegen das Gendern entscheiden, da wir einen traditionellen Schriftstill für eleganter und lesefreundlicher halten.

Gleichzeitig verstehen wir natürlich, dass dies nicht in allen Kontexten ein wichtiges, und schon gar nicht das wichtigste Kriterium ist. Darum unterstützen wir unsere Kunden gern bei der Übersetzung ihrer geschlechtergerechten Texte in andere Sprachen.

Ob Sie nun einen gesellschaftlichen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter leisten oder einfach nur amtliche oder betriebliche Vorgaben einhalten möchten, wir stellen sicher, dass Ihre Texte der jeweiligen Sprache und Zielgruppe gemäß gegendert werden. Natürlich nur, wenn Sie das auch ausdrücklich wünschen.

Falls Sie Fragen zum Thema Gendern in Übersetzungen haben, rufen Sie uns an oder schreiben uns. Gern finden wir zusammen mit unseren Übersetzern und Übersetzerinnen eine Lösung, die der jeweiligen Sprache, Ihrer Zielgruppe und Ihren Ansprüchen gerecht wird.

Ein unverbindliches Angebot

Fragen kostet nichts. Nicht fragen schon.

Sie benötigen eine Übersetzung, die geschlechtergerechte Formulierungen berücksichtigt? Liefern wir gern. Sie sind sich nicht sicher, ob Gendern in der Zielsprache üblich wäre? Gern beraten wir Sie.
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