Russisch – Deutsch – Übersetzungen

Insgesamt sprechen rund 163 Millionen Menschen Russisch als Muttersprache. Außerdem beherrschen gleichzeitig 120 Millionen Russisch als Zweitsprache. Mit 130 Millionen lebt die Mehrheit der russischen Muttersprachler direkt in Russland. Auch ist Russisch die offizielle Amtssprache in der Ukraine, Weißrussland, Kasachstan sowie Kirgisistan. Aufgrund der großen Reichweite der ehemaligen Sowjetunion existiert eine große russischsprachige Minderheit in den Mitgliedsstaaten der GUS und den baltischen Staaten, weshalb hier ebenfalls 26,4 Millionen Menschen die russische Sprache sprechen. Weitere 7,4 Millionen russische Muttersprachler leben als Emigranten überwiegend in Deutschland, den Vereinigten Staaten von Amerika und Israel.

 

Russischsprachige Emigranten in:

 

 

Deutschland

3 Millionen

Israel

1 Millionen

USA   

700.000 (allein 200.000 in New York)

 

Kanada

160.000

(Quelle: Wikipedia/Stand 2006)

 

Die russische Sprache und ihre Schrift

Russisch, Ukrainisch und Weißrussisch zählen zu den ostslawischen Sprachen der indogermanischen Sprachfamilie und basieren alle auf derselben Grundlage. Ihre Schrift wird im kyrillischen Alphabet geschrieben. Einer Legende nach erschufen die Brüder Kyrill und Methodius aus Byzanz im 9. Jahrhundert jenes Alphabet, indem sie hebräische und griechische Buchstaben miteinander kombinierten. Im 18. Jahrhundert fand eine gravierende russische Schriftreform statt. Während Griechisch, Polnisch und Kirchenslawisch fast völlig aus der russischen Sprache verschwanden, kamen zunehmend Wörter aus dem westlichen Sprachgebrauch hinzu. So vermischte sich Russisch mit Lehnwörtern aus dem Deutschen, Italienischen, Englischen und insbesondere dem Französischen. Daraus ergab sich eine neue Schriftsprache. Mit Aleksandr S. Puschkin entstand Anfang des 19. Jahrhunderts noch einmal eine modernere Literatursprache, die Grundlage der heutigen russischen Standardsprache ist. Durch all diese Veränderungen wandelte sich die kyrillische Schrift dermaßen, dass heutzutage ein russischer Muttersprachler nicht mehr in der Lage ist, ein russisches Buch zu lesen, das vor drei Jahrhunderten verfasst wurde.

 

Die russische Schreibweise

Das russische Alphabet besteht aus 33 Buchstaben, die sich in 10 Vokale (а, е, ё, и, о, у, ы, э, ю und я) und 23 Konsonanten aufteilen. Zwei der Buchstaben (ъ und ь) werden lediglich als Weichheits- beziehungsweise Härtezeichen genutzt. Sie selbst werden nicht ausgesprochen, wirken sich allerdings auf die Aussprache des vorausgehenden Konsonanten aus.

Obwohl etliche russische Buchstaben den deutschen sehr stark ähneln, werden sie meistens anders ausgesprochen. Auch kennt das russische Alphabet weder W und Z noch die Umlautbuchstaben Ä, Ö und Ü. Grundsätzlich werden sämtliche russischen Wörter klein geschrieben. Es gibt jedoch einige Ausnahmen wie Eigennamen oder der Satzanfang.

 

Grammatikalische Unterschiede

Wie im Deutschen existieren in der russischen Sprache die drei grammatischen Geschlechter Maskulinum, Femininum und Neutrum. Allerdings kommt Russisch gänzlich ohne Artikel aus. Das Genus des jeweiligen Nomens erkennt man an der angehängten Endung im Nominativ Singular.

Ein weiterer Unterschied der beiden Sprachen besteht darin, dass es im Russischen die deutsche Zeitform mit dem Hilfsverb „haben“ und „sein“ nicht gibt.

Beispiel:                                 Ich bin gelaufen.                

oder                           

Er hat eingekauft.

Die drei vorkommenden Zeitformen, die es im Russischen gibt, werden gleichfalls nur durch das Anhängen bestimmter Endungen zum Ausdruck gebracht.  

 

Russische Satzzeichen

Im Wesentlichen werden die Satzzeichen im Russischen ähnlich wie im Deutschen gesetzt. Einige Unterschiede gibt es aber dennoch:

  • Nach einem Doppelpunkt wird immer klein geschrieben.
  • Beginnt eine wörtliche Rede am Zeilenbeginn, wird statt eines Anführungszeichens ein Gedankenstrich gesetzt.
  • In der geschriebenen Version werden die gleichen Anführungszeichen wie im Deutschen verwendet. In der gedruckten Version hingegen benutzt der Russe die französische Variante (» «).

Dies alles soll einen kleinen Einblick in die verschiedenen Schreibweisen der deutschen und der russischen Schrift aufzeigen. Ein guter Fachübersetzer muss sämtliche Finessen beider Sprachen beherrschen, um eine inhaltsgetreue Übersetzung abliefern zu können.

 

Weltsprache Russisch

Auf der Weltsprachen-Rangliste belegt die russische Sprache den 7. Platz. Unzählige bedeutsame Originalwerke der Weltliteratur wurden in russischer Sprache verfasst. Auch in der Wissenschaft spielt Russisch eine wesentliche Rolle. Ein Viertel aller veröffentlichten wissenschaftlichen Werke wurde auf Russisch geschrieben. Schon allein für derartige Studien werden infolgedessen Russisch-Deutsch-Übersetzungen recht häufig benötigt.

Sollten Sie eine professionelle Übersetzung vom Russischen ins Deutsche benötigen, sind Sie bei DialogTicket an der richtigen Adresse. Nehmen Sie Kontakt zu unserem kompetenten Team. Wir beraten Sie gern. 

DialogTicket - Max Grauert GmbH hat 4,92 von 5 Sterne | 33 Bewertungen auf ProvenExpert.com