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Wie sagt man das
auf Englisch?

Von Fernweh, Kummerspeck
und Schadenfreude

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Wie sagt man das auf Englisch?

Von Fernweh, Kummerspeck
und Schadenfreude

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Wenn es kein treffendes Wort gibt

Wie professionelle Übersetzer das Problem lösen.

Vergleicht man zwei beliebige Sprachen, stolpert man regelmäßig über Wörter in der einen Sprache, für die es in der anderen keine Entsprechung gibt.

In Deutschland hat man zum Beispiel Heimweh; in England ist man homesick. Aber hat man hier Fernweh, ist man in England… ja, was eigentlich?!

Google Translate schlägt vor, dass man wanderlust hat. Aber während „Fernweh“ die Sehnsucht nach Distanz und Ferne einfängt, suggeriert „wanderlust“ eher die Lust auf Bewegung und vielleicht auch das Bedürfnis nach Veränderung. Die Begriffe entsprechen sich also nicht wirklich. 

Linguee findet im Internet „the longing for the remote“ und „the yearning for the faraway“. Beide Vorschläge sind wesentlich näher an der Ursprungsbedeutung und fangen auch die damit zusammenhängenden Assoziationen ein – allerdings auf Kosten der Kürze.

Dem professionellen Übersetzer stehen nun drei Strategien zur Verfügung:

  1. Verwende das einem Muttersprachler vertraute „wanderlust“, auch wenn sich Assoziationen und Bedeutungen dadurch verschieben.
  2. Verwende längere Phrasen, die die Bedeutung zwar besser einfangen, die aber auch mehr Platz benötigen.
  3. Finde eine Alternative, die sich zwar von der Bedeutung des Originalwortes löst, die aber der Absicht des Ursprungstexts entspricht.
Der Kontext entscheidet, welches die beste Strategie ist. Bei Werbetexten spielt das Medium oft eine entscheidene Rolle. Info-Texte auf Webseiten lassen sich nahezu beliebig skalieren, aber bei Anzeigen oder Produktkatalogen zählt oft jedes Wort, wenn nicht sogar jeder Buchstabe. Sonst müsste das Layout für jede Sprache erneut angepasst werden.

Marketing & Übersetzungen

Ein Beispiel. Viele Probleme.

Unsere Facebook- und LinkedIn-Kampagne illustriert, wie sehr eine gute Übersetzung das Layout und das Konzept einer Werbekampagne berücksichtigen muss. Denn sowohl die erste als auch die zweite Strategie scheitert in diesem Fall.

Die erste Anzeige wurde tatsächlich geschaltet. Vielleicht ist sie Ihnen damals ja sogar aufgefallen.

Zwar erfasst „Yearning for the remote“ zwar die Bedeutung von „Fernweh“ besser als „wanderlust“, aber die Phrase zerstört den Witz des Slogans. Wenn ein Wort alles sagen kann, warum brauchen wir hier eine ganze Phrase?

Nehmen wir aber „wanderlust“, ist das Bild nicht optimal. Besser, wenn auch banaler, wäre ein Bild, das uns an Wanderungen denken lässt. Schließlich sollte gute Werbung konsistent sein.

Aber selbst wenn das visuelle Problem gelöst wäre, letztlich funktioniert keine der beiden Übersetzungen.

Nehmen wir an, der Übersetzer möchte „Wie sagt man es auf Englisch mit How would you say it in German? übersetzen. 

Um die Grundidee der Kampagne aufrechtzuerhalten, muss er sich nun aber vom „Fernweh lösen. Wir benötigen ein englisches Wort, für das es keine deutsche Entsprechung gibt, ein Wort wie „shenanigans oder „no-brainer. Aber Sie sehen, hier ein Wort zu finden, das mit der bereits bestehenden Kommunikation konsistent ist, ist sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich.

Bei internationalen Werbekampagnen ist es darum ratsam, schon während der Entwicklung Übersetzer mit einzubeziehen, um zusätzliche Grafik-Kosten vermeiden.

Kummerspeck

Ein weiteres Beispiel.

Zwar fängt „comfort eating“ durchaus ein, dass die Extrapfunde emotional bedingt sind, aber genau das könnte zum Problem werden. Während „Kummerspeck“ bereits ein Bild vor dem inneren Auge heraufbeschwört, und eines, das für die Kommunikation wesentlich sein könnte, fehlt diese visuelle Komponente im Englischen. Schließlich betont der Begriff die Ursache der Pfunde und nicht die Pfunde selbst. Auch fehlt im Englischen die humoristische Komponente, das Augenzwinkern. Denn „Speck“ kommuniziert auch,  das man es hier nicht so ganz ernst meint.

Marketing-Übersetzungen

Ihre Werbebotschaft auf den Punkt gebracht

Wir schwören, mit dem Untertitel „Von Fernweh, Kummerspeck und Schadenfreude“ wollten wir keinen kausalen Zusammenhang suggerieren. Es ging uns darum, alltägliche Probleme eines professionellen Übersetzers anhand von geläufigen Beispielen zu illustrieren. 

Falls wir Sie neugierig machen oder vielleicht sogar überzeugen konnten, dass der Einsatz eines professionellen Übersetzers zumindest für die wichtige Unternehmenskommunikation ratsam ist, melden Sie sich.

Falls Sie etwas weiter schmökern möchten, empfehlen wir unsere Seite zu Marketing-Übersetzungen. Oder Sie kontaktieren uns gleich. „Was Du heute kannst besorgen…“ Sie wissen schon.

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